30.06.2009_Mitte Mai haben die Vorarbeiten zum Bau des Lyssbachstollens begonnen. Dazu haben wir Herrn Pius Buerge von Implenia AG befragt:

Pius Buerge


Pius Buerge, dipl. Bauingenieur HTL NDS-W und Baustellenchef TU HWS Lyssbach


Herr Buerge, viele Arbeiten sind bereits in Vorbereitung. Wann wird für die Bevölkerung in baulicher Hinsicht etwas sichtbar sein?

Pius Buerge: Am 18. Mai haben wir mit den Bauplatzinstallationsarbeiten begonnen. Zuerst erstellten wir die Zufahrt ab dem Industriering über das Industriegleis. Danach schütteten wir eine Baupiste bis an den Lyssbach, erstellten den Bachdurchlass und erreichten über diesen die SBB-Geleise. Dies ermöglichte uns den Bau der Pfahlfundationen für die SBB-Hilfsbrücken, welche im September eingebaut werden. Als nächstes stehen Wasserbauarbeiten an.



Sie waren schon an verschiedenen Orten bei Tunnel- und Stollenbauarbeiten aktiv. Welche Bedeutung hat der Bau des Lyssbachstollens für Sie im Vergleich zu Ihrer bisherigen Tätigkeit?

Pius Buerge: Für dieses Bauwerk wurde mit der Implenia Bau AG ein Werkvertrag als Totalunternehmer abgeschlossen. Diese Vertragsform wird im Tunnelbau immer öfters angewendet. Für mich persönlich ist das eine neue, aber interessante Situation. Neben der Ausführungsverantwortung bereits in der Phase Detailplanung massgebend involviert zu sein, ermöglicht es mir, meine Erfahrungen zum guten Gelingen einbringen zu können. Zudem sind vorgängig einige anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten zu lösen, welche meinen beruflichen Horizont erweitern, den "Tunnelblick" öffnen.

 

Installationsplatz

 

(die Detailplanung und den Bau des Hochwasserentlastungsstollens mit Ein- und Auslaufbauwerk sowie die Einleitung Grentschelbach ersehen Sie auf dieser Homepage)