12.05.2009_Etappensieg auf dem Weg zum Hochwasserschutz in Lyss Der Baubeginn des Lyssbachstollens steht unmittelbar bevor. In den nächsten Tagen beginnen die Vorarbeiten für den Bau des 2,5 Kilometer langen Entlastungsstollens. Anlässlich einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstagabend in Lyss informierten Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer sowie weitere Referenten aus erster Hand über das Hochwasserschutzprojekt und die geplanten Bauarbeiten.

In den vergangenen Jahrzehnten haben Hochwasser in regelmässigen Abständen überbaute Gebiete in der Gemeinde Lyss überflutet und grosse Sachschäden verursacht. Die jüngsten Hochwasser im Jahre 2007 zeigten klar, dass die Kapazität des Lyssbachs in Lyss heute zu gering ist und die betroffenen Gebiete im Bereich Stegmatt, Buchzopfen und Industrie Nord nur durch einen Entlastungsstollen geschützt werden können. In den kommenden Tagen beginnen die Vorarbeiten für den Lyssbachstollen, der Spatenstich ist für Ende August 2009 geplant.

An einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Lyss sprach Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer von einem wichtigen Etappensieg auf dem Weg zum Hochwasser-schutz in Lyss. Mit dem Start der Vorarbeiten für den Bau des Entlastungsstollens rückt für Lyss und Umgebung die Sicherheit vor Hochwasser in greifbare Nähe. In zwei Jahren, im November 2011, wird der 2,5 Kilometer lange Stollen schon in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten werden Mitte 2012 mit den Fertigstellungsarbeiten definitiv abgeschlossen. Dann werden Lysserinnen und Lysser bei starken Regenfällen wieder ruhig schlafen können, so Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer.

Weiter stellte die Regierungspräsidentin das Hochwasserschutzprojekt Lyssbachstollen in den strategischen Gesamtzusammenhang ihrer Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion. So ist der Hochwasserschutz für den Kanton Bern seit langem eine Priorität. Mit begrenzten Mitteln muss extrem viel geleistet werden. „Wir erstellen Schutzbauten, wir renaturieren und korrigieren Flussläufe oder verhindern, dass in Zukunft zu nahe an die Gewässer gebaut wird“, so Barbara Egger-Jenzer. „Hochwasserschutz umfasst nicht nur Wasserbauten. Langfristig die beste Prävention ist ein guter Klimaschutz dank einer griffigen Energiepolitik. Und hier hat der Kanton Bern, haben wir alle, noch grosse Hausaufgaben vor uns“.

Fritz Ruchti, Präsident des Gemeindeverbandes Lyssbach, Hermann Moser Gemeindepräsident von Lyss, Jörg Bucher, Projektleiter im kantonalen Tiefbauamt sowie Kurt Högger, Projektleiter bei der beauftragten Bauunternehmung stellten in ihren Referaten die Projektgeschichte, den Projektablauf sowie die geplanten Bauarbeiten vor.

 

Infoabend 12.05.09_Barbara Egger-Jenzer Infoabend 12.05.2009 Hermann Moser

Barbara Egger-Jenzer, Regierungspräsidentin
des Kantons Bern

Hermann Moser,
Gemeindepräsident Lyss

 

 

 

Fotos: Olivier V. Sauter